Aktuell

Kostenlose Untersuchung von Gewebeproben bei Verdacht auf
histiozytisches Sarkom (HS)

Krebs ist die häufigste Todesursache beim Berner Sennenhund. Mit gezielten
Massnahmen versuchen GeKo und ZuKo schon seit Jahren, dieses Problem
anzugehen. Doch immer wieder zeigt sich, dass zu wenige aussagekräftige Daten
vorliegen, um den komplizierten Erbgang zu bestimmen und zuverlässige
Zuchtempfehlungen abgeben zu können. Trotz Aufrufen und Aufforderungen senden nur wenige Berner Sennenhunde-Besitzer das Todesursache-Formular ein. Oftmals wird als Todesursache ein Verdacht angegeben oder sie ist nur pauschal definiert wie z.B. Krebs oder Tumor auf einem bestimmten Organ. Es fehlt eine dazugehörige medizinische Abklärung wie Biopsie, Autopsie oder Laborberichte. Gerade bei Krebserkrankungen ist es aber für die Forschung enorm wichtig zu wissen, ob es sich tatsächlich um ein histiozytisches Sarkom HS oder um eine andere aggressive Krebsart handelt. Die GeKo hat deshalb beschlossen, zusammen mit dem Institut der Universität in Rennes, F ein Projekt zu starten, um mehr zuverlässige Daten zu erhalten. Besitzer von Berner Sennenhunden, bei denen die Diagnose Krebs oder Tumor vorliegt, können kostenlos eine Gewebeprobe untersuchen lassen.

Vorteile für Berner Sennenhunde-Besitzer
• Die Untersuchung ist kostenlos. Die Kosten für die Entnahme der
Gewebeprobe, den Versand nach Frankreich und die Untersuchung der
Gewebeproben werden vom Gesundheitsfonds übernommen. Die
Untersuchung wird im Institut an der Universität in Rennes, F durchgeführt.
• Die Gewebeprobe kann beim lebenden wie auch beim verstorbenen Berner
Sennenhund entnommen werden.
• Die GeKo stellt alle nötigen Utensilien wie das Kit mit der speziellen Lösung
unkompliziert und kostenlos zu.
• Die Kleintierärzte werden von der GeKo über diese Studie informiert.
• Das Formular „Histiozytisches Sarkom“ für den Ablauf einer
Gewebeentnahme kann auf der KBS-Homepage in der Rubrik „Gesundheit“ ->
Aktuell heruntergeladen werden.
• Der Berner Sennenhunde-Besitzer bestätigt mit seiner Unterschrift, die
Auswertung der Untersuchung der GeKo für Forschungszwecke zur
Verfügung zu stellen.
• Der Befund wird vertraulich behandelt.

Ablauf
• Wird bei einem Berner Sennenhund Krebs oder ein Tumor diagnostiziert, kann
beim Sekretariat der GeKo das Kit mit der speziellen Lösung und das
dazugehörige Formular angefordert werden: Adresse: Bernadette Syfrig,
Chalchbüel 1, 8805 Richterswil, 044 784 96 76, besyfrig@bluewin.ch .
• Das Kit wird dem Berner Sennenhunde-Besitzer sofort per Post zugestellt.
• Der Tierarzt entnimmt ihrem Hunde Proben von Tumorgewebe und gesundem
Gewebe gemäss der Anleitung auf dem Formular und bewahrt diese im Kit mit
der speziellen Flüssigkeit auf. Wichtig: Beim verstorbenen Tier muss die
Gewebeprobe wenn möglich innerhalb 15 Minuten nach der Euthanasie
entnommen werden. Von Vorteil wäre, wenn zusätzlich eine Blutprobe
mitgeliefert wird. 5 ml EDTA-Röhrchen (mit lila Kappe beim VakutainerSystem),
durch Schwenken des Röhrchens gut mischen, um Blutgerinnung zu
verhindern.
• Sobald die Proben entnommen sind, bei 4° C aufbewahren und so schnell
wie möglich per Post (z. B. MAX-Brief) bei Raumtemperatur an folgende
Adresse senden, außer an Wochenenden und Feiertagen.
• Benoit Hedan, DVM, PhD, Dog Genetic Team, IGDR, MR6290-
CNRS/University of Rennes 1, 2 av du Pr Leon Bernard
F – 35043 Rennes
• Der Inhalt muss als «Exempt animal specimen» deklariert werden.
Zolldeklaration CN 22 (grüner Aufkleber). Da es sich bei der Gewebeprobe um
eine spezielle Sendung handelt, ist es von Vorteil, wenn sie über die
Tierarztpraxis auf der Post aufgegeben wird.
• Senden Sie das Formular für Gewebeprobe-Abklärung, das Sie mit dem Kit
erhalten haben, ausgefüllt an das Sekretariat GeKo zurück.

Ziel des Projekts
Die Forschungsarbeit mit den erhaltenen Proben soll durch Vergleich der Genome von erkrankten und gesunden Hunden die Mutationen finden, die für die Krebsentstehung verantwortlich sind. In einem zweiten Schritt sollen die heutigen Gentests zur Diagnose und Untersuchung perfektioniert werden.
Diese Forschungsarbeit wird von der „Bernese Mountain Dog Club of America“
(BMDCA), dem „American Kennel Club“ (AKC) und einiger europäischer Clubs
unterstützt, um weitere Fortschritte zu ermöglichen. Von den Ergebnissen werden schlussendlich die ganze Population der Berner Sennenhunde, ihre Besitzer und auch die Züchter profitieren können.

Sekretariat Gesundheitsfonds Bernadette Syfrig


Aufruf an alle Züchter/innen und Deckrüden-Halter/innen

Das neue Zucht- und Körreglement, das seit 1. Dez. 2017 in Kraft ist, schreibt vor, dass alle Zuchthunde vor ihrer ersten Belegung bzw. vor ihrem ersten Deckakt bei Antagène auf DM (Degenerative Myelopathie) und HS (Histiozytäres Sarkom) getestet sein müssen.

Eine Vorschrift, welche Verpaarungen erlaubt sind, gibt es (noch) nicht. Wir appellieren aber an alle Züchter/innen Deckrüden-Halter/innen, die volle Verantwortung betreffend der Gesundheit der Rasse wahrzunehmen und die Zuchtempfehlungen für HS und DM gerecht zu werden.

Hier finden Sie eine übersichtliche Tabelle für die Verpaarungs-Empfehlungen betreffend DM.  

Empfehlungen

Verpaarungen DM


Gesundheitsfonds

Für welche Zwecke wurde der Gesundheitsfonds ursprünglich geschaffen? Welche Aufgaben obliegen der GeKo und über welche Kompetenzen verfügt sie? Wer bestimmt, wofür die Fondsmittel eingesetzt werden?

Hier eine Zusammenfassung über die Entstehung und den Verwendungszweck des Gesundheitsfonds.

ZweckGesundheitsfondsKBS

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