Rassestandard

Offizielles Dokument

Der Rassestandard gemäss FCI

Das Wesen des Berner Sennenhundes

Link zu einem interessanten Artikel zum Thema Wesen aus unserer Festschrift anlässlich des 100-Jahre Jubiläums ! Anforderungen an das Verhalten von Berner Sennenhunden gemäss FCI-Standard Nr. 45:
  • Sicher, aufmerksam, wachsam und furchtlos im Alltagssituationen; gutmütig und anhänglich mit vertrauten Personen; selbstsicher und freundlich gegenüber Fremden. Mittleres Temperament, gute Führigkeit.
Zuchtausschlüssgründe gemäss Zucht und Körregelement KBS Art. 3.5.1:
  • Wesensschwäche: Scheuheit, Ängstlichkeit, unerwünschte Schärfe (Aggressivität), nachhaltige Schussscheuheit
Wesen1-300x215 Vertrauen in Führer/in… Der Wesensstandard des Berner Sennenhund Auch wenn wir den Berner Sennenhund wegen seines attraktiven Aeussern lieben, für den wirklichen Tierfreund ist der Charakter des Hundes, d.h. seines vierbeinigen Freundes, die Hauptsache. In erster Linie lieben wir die besonderen Charaktereigenschaften, die die Berner Sennenhunde so besonders machen. Wohl keine andere Hunderasse ist so sehr auf seinen Menschen bezogen  wie der Berner Sennenhund. Mit seiner sprichwörtlichen Gutmütigkeit ist er ein idealer Gefährte und Familienhund. Damit er diesen hohen Anforderungen aber gerecht werden kann, müssen diese Wesenseigenschaften durch züchterische Auslese auch weiterhin gefördert werden. Lebte der Berner Sennenhund früher in idyllischer Abgeschiedenheit als Wachhund auf dem Bauernhof, ist er in der heutigen Zeit vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt, die eine hohe Belastbarkeit voraussetzen. Wesen2-300x225 Was Hans Stadtmann in der Blässi-Post, Dezember 1956 über das  Wesen des Berner Sennenhundes zusammengefasst hat, hat auch heute immer noch grosse Gültigkeit:
  • Temperament Beweglichkeit physischer und psychischer Art sollte beim Berner Sennenhund mittel bis hoch entwickelt sein.
  • Mut Damit ist der Mut in friedlicher Situation gemeint, dass sich der Hund gegenüber Umwelterscheinungen wie z. B. Lärm, Eisenbahn, Donner, Schüsse, Verkehr usw. sicher und ruhig sich verhält. Er soll sich auch gegenüber Fremden eher zugänglich zeigen. Für unsere Hunde sollte diese Eigenschaft hoch bis sehr hoch entwickelt sein.
  • Härte Unter Härte verstehen wir den Widerstand, der ein Hund unlustbetonten Einwirkungen entgegensetzt. Hier liegt das Zuchtziel bei mittel bis hoch.
  • Misstrauen Diese Eigenschaft sollte bei unseren Hunden nur sehr minim entwickelt sein. Solche Hunde  sehen in allem «Neuen und Ungewohnten» eine Gefahr, suchen sich in Respektdistanz zu halten (Selbsterhaltungstrieb, Gegenteil zum Mut)
  • Führigkeit Die Bereitschaft, sich zu unterordnen, zu folgen. Eine mittlere bis hohe Entwicklung dieser Anlage ist das Ideal. Eine zu starke Unterordnungsbereitschaft ist eher unerwünscht, weil dadurch die selbständige Durchführung von Arbeiten (Such- und Stöberarbeiten usw.) in Frage gestellt werden kann.
  • Ausdauer Diese Eigenschaft sollte auch bei unseren Hunden hoch entwickelt sein.
  • Anhänglichkeit Ist die seelische Bindung an den Herrn. Hoch bis sehr hoch ist wünschenswert, man muss sich aber vor Augen halten, dass eine zu starke Bindung oft zum Problem werden kann, dann nämlich, wenn eine Trennung (frei ablegen bei Prüfungen) oder das Warten vor einem Geschäft vom Hund verlangt werden müssen.
  • Schutztrieb Ein ausgesprochen sozialer Trieb, seinem Herrn, seiner Familie beizustehen, oder sein Haus und Hof zu verteidigen. Dieser Trieb muss hier hoch bis sehr hoch entwickelt sein.
  • Schärfe Unter Schärfe versteht man ein Gemisch zwischen Misstrauen und Aggressivität, die Bereitschaft also, auf  Umweltreize sofort feindselig zu reagieren. Der Selbsterhaltungstrieb spielt hier eine grosse Rolle, deshalb steht die Schärfe auch in einem gewissen Gegensatz zum Mut. Hier ist nur eine mittlere Veranlagung nötig.
Newsletter