Welpenvermittlung

 

Die Welpenliste wird wöchentlich aktualisiert:

Welpenliste

Natalie Assaf, Pappelweg 3, 3263 Büetigen
Tel.   032 385 13 08    welpenvermittlung@sunrise.ch

welpenvermittlung

Geschichte der Welpenvermittlung

Wahrhaftig, die offizielle Welpenvermittlung gibt es bereits seit weit über einem Jahrzehnt. Heutzutage, in dieser meist schnelllebigen Zeit, kann man sich kaum mehr vorstellen, wie es denn ohne diese Stelle auch ging. War es durch individuelle Inserate in diversen Zeitungen oder gar durch Mund-zu-Mund-Verbreitung?

Im Frühjahr 1995 wurde dem wachsenden Bedürfnis Rechnung getragen, es werden durchschnittlich 80% der Würfe zur Vermittlung gemeldet, und durch Frau Monique Webbink eine zunächst noch provisorische Welpenvermittlungsstelle ins Leben gerufen. Zwei Jahre später, am 1. April 1997, steht dann die erste offizielle Welpenvermittlungsstelle des KBS, unter der Führung von Frau Danielle Kress. Ende April 2007 sind es nun genau fünf Jahre, seit dem ich diese interessante, abwechslungsreiche Aufgabe übernommen habe. Ich finde, es ist eine äusserst schöne, bereichernde Möglichkeit, ein kleiner, aber ausschlaggebender Teil einer zukünftigen Hundebeziehung zu sein. Wie es Frau Kress bereits einmal formuliert hatte, geht es nicht nur darum, die geworfenen Welpen zentral an Käufer zu vermitteln, sondern vor allem um aufklärende Gespräche, welche sehr unterschiedliche Themen beinhalten können.

Ist es der allererste Hund, welcher gesucht wird, stellt sich die Frage, passt ein Berner überhaupt zu mir und in mein Umfeld, oder müsste es doch eher ein Hund einer anderen Rasse sein, welcher doch etwas kleiner bleiben würde oder kurzhaarig wäre? Da werden vor allem grundsätzliche Fragen und Antworten diskutiert. Meistens ist es ein grosses Anliegen, einen wesenssicheren, gesunden Begleiter zu finden, welcher sich wortwörtlich als ausgesprochener Familienhund eignet und mit welchem man so lange wie möglich eine tolle Kameradschaft führen kann. Selbstverständlich wird die Gesundheit unserer Berner angesprochen, vor allem betreffend Hüft- und Ellbogendysplasie sowie Langlebigkeit, wobei eine ehrliche, möglichst informative Aufklärung geschätzt wird. Fragen betreffend Haltung, Erziehung, Auslauf und vor allem auch Ernährung, sind ein grosses Thema. Manche Käufer suchen einen so genannt perfekt gezeichneten Hund und andere sind froh, wenn sie zum Beispiel einem fehlgezeichneten Welpen oder einem mit einem blauen Auge, ein liebevolles Zuhause schenken können und dafür vielleicht etwas weniger bezahlen müssen.

Es ist mir ein Anliegen, die Interessenten über die Unterschiede eines Welpen mit oder ohne SKG-Abstammungsausweis zu informieren. Es liegt nicht ausschliesslich an den kontrollierten Zuchttieren, sondern auch an einer seriösen Aufzucht der Welpen. Für manche Käufer ist es nicht der erste «Bäri», welchen sie bei sich aufgenommen haben. Schweren Herzens mussten sie ihren treuen Hund gehen lassen. Das sind auch für mich sehr traurige Momente, und es braucht nun die richtige Wortwahl. Oft braucht es viel Fingerspitzengefühl, um sie auf das sog. Todesursachenformular aufmerksam zu machen und ihnen zu erklären, wie wichtig dieses Formular für die Zukunft unserer tollen Rasse ist.

Was sich in den letzten fünf Jahren bestimmt grundsätzlich verändert hat, ist die Form der Übermittlung der Welpenliste. Wurde die Liste anfangs vor allem per Fax oder per Post verschickt, ist dies nun mehr und mehr durch das E-Mail abgelöst worden.

Etwa je zur Hälfte wird telefonisch oder per E-Mail angefragt, selten per Fax. Der Versand hingegen erfolgt entweder per E-Mail oder per Fax, ab und zu per Post. Sehr oft wurde vorgängig bereits auf der Homepage herumgestöbert.

Wenn irgendwie möglich, sollten Interessenten die Zuchtstätte vorgängig besuchen. Auf diese Weise haben alle Beteiligten die Gelegenheit, einander bestmöglich kennen zu lernen, denn da bin ich überzeugt, auch unter den Menschen braucht es bestimmt eine gewisse Sympathie.

Die Bestimmungen für Hunde, welche im Ausland platziert werden, sind in den letzten Jahren verschärft worden und werden auch besser kontrolliert. Um Unannehmlichkeiten am Zoll zu vermeiden, wird sehr empfohlen, sich an diese Richtlinien zu halten.

Betreffend Nachfrage und Angebot gibt es grosse Unterschiede. Ich habe schon beides erlebt, einerseits eine leere Welpenliste, es gab in der ganzen Schweiz keinen einzigen noch freien Welpen mehr, und andererseits eine ganze Liste voller Würfe, und kaum jemand hatte Interesse an einem Welpenkauf. Ob dies mit der aktuellen Hundepolitik und den Medien in Verbindung gebracht werden kann, ist nicht bewiesen. Als Züchter muss man sich im Voraus im Klaren sein, dass nicht jeder Welpe im Alter von zehn Wochen eine neue, zu ihm passende Familie gefunden hat.

Zum Schluss noch eine kleine Geschichte:

Kürzlich hatte ich ein amüsantes Telefonat mit einer älteren Person, welche einen Dürrbächler suchte und sich nun für einen Berner Sennenhund entschied, weil er diesem am ähnlichsten sieht. Dass es sich hier um ein und dieselbe Rasse handle, konnte sie fast nicht begreifen und war schlussendlich überglücklich, nun doch noch einen Dürrbächler zu kriegen.

Natalie Assaf

Ressort Körungen/Welpenvermittlung KBS

 

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