Zucht- und Körbuch

Züchten heisst nicht, mit seiner Hündin nur zum nächsten Rüden oder zum gerade aktuellen Ausstellungssieger zu gehen, denn das bringt die Zucht weder gesundheitsmässig noch wesensmässig, ja nicht einmal im Exterieur weiter. Züchten heisst, sich um eine optimale Paarung zu bemühen. Das setzt aber voraus, dass sich ein Züchter eine möglichst grosse Kenntnis der Zuchttiere und ihrer Verwandtschaft aneignet. Jeder Züchter muss sich für eine hoffnungsvolle Paarung um möglichst viel Information bemühen. Informationen, die der Klub aus Körungen und Wurfkontrollen besitzt, dürfen den Züchtern deshalb nicht vorenthalten werden. Der Zuchtkommission war es Ende der 90-er Jahre ein Anliegen, dass Kör- und Zuchtformulare nach dem Anlass nicht einfach in den Archiven verwahrt werden, sondern dass alle diese wichtigen Angaben zum Zuchtgeschehen denen zur Verfügung stehen, die damit arbeiten können: den aktiven Züchtern. 1998 wurden alle Angaben zum Zuchtgeschehen zusammengetragen und zum ersten KBS-Zucht-und Körbuch zusammengefasst. Darin enthalten sind: Die Körberichte zu allen neu zur Zucht anerkannten Hunden, samt Foto und Stammbaum und – falls ein Hund ausgestellt wurde – auch die Richterberichte. Dazu die gefallenen Würfe, ergänzt mit den Angaben auf den Wurfkontroll- und Tätowierrapporten, die Zuchtstatistik, und schliesslich eine aktualisierte Liste mit den HD- und ED-Nachkommenszeugnissen. Nach diesem ersten Anlauf wurden die Bände jedes Jahr erweitert. In der aktuellsten Ausgabe sind zusätzlich die aktuelle Deckrüdenliste, eine Liste aller geröntgten Hunde des vergangenen Jahres, Wurf-, HD und ED- Statistik nach Geburtsjahren der letzten 20 Jahre, Zuchtwertschätzung für Zuchthunde und die Todesfallmeldungen enthalten. Das Zuchtbuch wird in aufwändiger Arbeit von Mitgliedern der Zuchtkommission gestaltet und zusammengestellt. Es umfasst – je nach Zahl der neu angekörten Hunde – 200 bis 350 Seiten. Die Auflage beträgt je nach Jahrgang 160 bis 250 Exemplare. Bernadette Syfrig
Newsletter